Die Stadt - Geschichte

Mittelalter

Bildurheber: wikipedia
Geschichtssäule mit Brunnen
Bildurheber: wikipedia
St.-Vincenz-Kirchturm
Bildurheber: wikipedia
Schlossmühle mit Mühlenteich
Bildurheber: wikipedia
Rentschreiberturm und achteckiger Treppenturm
Bildurheber: wikipedia
Erbaut als Höhere Stadtschule
Bildurheber: wikipedia
Kleinbürgerhauszeile
Bildurheber: wikipedia
Ehemalige Seilerei

Die günstige geografische Lage an den Höhenwegen vom Lennetal und zum Ruhrtal führte schon früh zur Besiedlung durch die Sachsen und zur Entstehung von Höfen.

Erstmals lässt sich 818 die villa Menethinna in einer Urkunde der Abtei Werden nachweisen. 1072 erhielt das neugegründete Kloster Grafschaft 10 Mansen geschenkt, die zum Haupthof Menden gehörten. Etwa ab dieser Zeit lässt sich der Ort urkundlich des Öfteren nachweisen.

Die Christianisierung und die Entstehung einer Urpfarrei in Menden fällt in die Zeit um 800. Die Pfarrei Menden mit dem Heiligen Vinzenz als ihrem Kirchenpatron gehörte zum Dekanat Attendorn. 1243 wurde die bisher dem Erzbischof gehörende Kirche in Menden dem Kölner Domkapitel übergeben. Kollationsrecht und Investitur des Pastors standen seit dieser Zeit dem Domdechanten zu. Die Vogtei über Hof und Kirche zu Menden besaß Graf Gottfried III. von Arnsberg, der sie 1272 an den Ritter Goswin von Rodenberg verkaufte. Zu den Filialen der Pfarrei gehörten Sümmern, Fröndenberg und Bausenhagen. In der Reformationszeit wurde die Verbindung zu den bisherigen Filialen in den protestantisch gewordenen Gemeinden Hemer, Hennen, Deilinghoven und Dellwig getrennt.

Menden lag im Spätmittelalter im Interessengebiet verschiedener Herren, so dass ihm kriegerische Auseinandersetzungen nicht erspart blieben. Vor allem die Grafen von der Mark zerstörten mehrmals die Machtpositionen der Kölner Erzbischöfe. Zwischen 1246 und 1248 wurde im Auftrag von Ritter Goswin, einem Lehnsmann des Erzbischofs von Köln, die Rodenburg, eine Höhenburg der Frühgotik, auf dem Rodenberg von Menden oberhalb des Hofes „Althem“ errichtet. 1249 erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1301 durch Eberhard I. von der Mark zerstört und danach nie wieder aufgebaut. 1278 errichtete der Kölner Erzbischof auf dem nahegelegenen Fürstenberg eine weitere Burg, die aber ebenfalls mehrfach erobert wurde und deshalb noch vor Mitte des 14. Jahrhunderts endgültig aufgegeben wurde.

Schon 1250 und erneut 1263 zerstörte Graf Engelbert II. von der Mark die als Villa munita bezeichnete befestigte Ortschaft. . Die Stadtentstehung lässt sich in den Zeitraum zwischen 1262 und 1289 datieren. 1288, nach der Schlacht von Worringen, eroberte und zerstörte Eberhard I. von der Mark die Stadt Menden. Erzbischof Walram verlieh ihr 1331 die Stadtrechte, der sie mit den gleichen Privilegien ausstattete, wie sie Attendorn bereits besaß. 1343 zerstörte Graf Adolf IV. von der Mark die Stadt und die nahe gelegene Wasserburg. 1344 wurde sie deshalb durch Erzbischof Walram von Köln von Grund auf neu aufgebaut und mit 12 Türmen und Gräben befestigt. In die Befestigungsanlagen wurde die westlich der Stadt gelegene stark befestigte Burg einbezogen.

Ebenfalls 1344 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Poenigeturm (Peinigerturms). Die anderen Türme waren der Kumpeturm, der Düfelsturm (Teufelsturm), der Graueturm, der Widdenhoveturm, der Trumpeturm, der Schmalenturm, der Pulverturm, der Fillerturm, der Uedingturm und der Rentschreiberturm. Die Stadt hatte drei Tore: das Obristentor, das Niederstentor und das Mühlthor. Im Spätmittelalter entstanden außerdem die Kirche St. Vincenz, das Kornhaus, das Rentmeisterhaus und das Menkenwagd.

Menden hatte sich trotz mehrfacher Zerstörung als Besitzung der Kölner Erzbischöfe erhalten können. Es lag nun mit der Verfestigung der verschiedenen Territorien in diesem Raum an der Grenze zum Gebiet der Grafen von der Mark und Limburg und hatte somit unter anderem die Funktion einer Grenzfestung. Etwa seit dieser Zeit wird vom Kurkölnischen Menden gesprochen.

1437 nahm Menden an der ersten landständischen Vereinigung im Herzogtum Westfalen teil. 1446 wurde die Stadt während der Soester Fehde durch den Herzog von Kleve erobert.


Artikel Menden (Sauerland)

Menden (Sauerland) im Web

Menden (Sauerland) in den Blogs

Info

Wappen
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Regierungsbezirk: Arnsberg
  • Höhe: 115–380 m ü. NN
  • Fläche: 86,08 km²
  • Breitengrad: 51° 26′ N
  • Längengrad: 7° 48′ O
  • Postleitzahlen: 58706, 58708, 58710
  • Kfz-Kennzeichen: MK
  • Vorwahl: 02373
    02378 (Halingen)
    02379 (Asbeck)
  • Einwohner: ca. 57 207
  • Bevölkerungsdichte: 665 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 05 9 62 040
  • Adresse der Stadtverwaltung: Neumarkt 5
    58706 Menden (Sauerland)
  • Website: www.menden.de